Eigentlich möchte ich etwas dazu sagen. Nachhaken, wieso, dieses Gefühl. Genauso zwischen den Zeilen - wie die Frage aufgetaucht ist. Eindeutig "antworten", genauso eindeutig wie ich mich angesprochen fühlte. Einfach, mit, in den Raum werfen - unversicherter Versand. Wie eine Flaschenpost..
Alexander S. - 30. Apr, 20:39
Wenn ich mal Zeit habe, um in Redaktion zu gehen, werde ich mal die ganzen Briefe durchgehen und aufräumen. Die schönsten aufheben, und mich von einigen trennen..
Das gilt natürlich auch für Mails. Gestolpert bin ich nun über 12 Jahre alte E-Mails.. Einige hundert sind es, ich bin verwundert wie ich damals neben meiner Ausbildung noch die Zeit fand so viel zu schreiben. Die Beziehung, die sich auf diese Weise entwickelt hatte endete jedoch in gewisser Weise tragisch. Als sie ihr Studium in einer Nachbarstadt begann, dafür ihrer Heimat den Rücken kehrte, sahen wir uns öfter. Und sie kannte mich durch den intensiven Schriftverkehr sooo gut. Das anfangs so einmalige Gefühl endlich verstanden zu werden, verwandelte sich in das einmalige Gefühl, total durchschaubar zu sein. Ich hatte das Gefühl kein eigenes Leben mehr zu haben. Wir haben uns getrennt - korrekterweise müßte es eigentlich heißen : ich habe mich von ihr getrennt. Wir hatten dann immer seltener Kontakt und die letzten 10 Jahre überhaupt nicht mehr.
Aus der Erfahrung habe ich gelernt, oder zumindest Konsequenzen gezogen. Seither habe ich niemanden mehr so nah an mich herangelassen. Irgendwann in einer Freundschaft sollte es dann aber doch zu einem Punkt kommen, an dem es Zeit ist, die Beziehung auf ein neues Level zu heben. Zumindest würde ich es mir so wünschen. Ab diesem Punkt kann man dann plötzlich mit seinem Partner philosphieren, muß sich nicht für seine falschen Annahmen entschuldigen und muß auch keine Rücksicht darauf nehmen daß der Partner es falsch verstehen könnte, denn es ist alle Zeit der Welt um Mißverständnisse wieder zu beseitigen. Und man weiß außerdem daß der Partner sich traut solche Dinge anzusprechen.
Auch wenn ich sonst doch ein recht ruhiger Typ bin, diskutiere ich schon ziemlich gerne, wenn es mich denn interessiert. S. war das von ihrer Familie nicht gewohnt, bei ihnen zu Hause wurde getan, was ihr Vater sagte. Diskussionen mit mir empfand sie als Anstrengung. Entsprechend wenig intensiv haben wir uns ausgetauscht. Emotional waren wir (im nachhinein betrachtet) ziemlich weit voneinander entfernt. Sie hätte durchaus mehr "in Petto" gehabt, aber wir waren beide mit dem relativ einfachen Niveau zufrieden.. Das Leben war einfach. Auf Dauer hat dies allerdings doch nicht gereicht, um sich verstanden zu fühlen.. Gemerkt habe ich das allerdings, als es schon zu spät war.
Das richtige Maß muß irgendwo dazwischen liegen.. Ich hoffe daß ich beim nächsten Mal die richtigen Worte und den Mut finde, ihr zu sagen daß es Zeit ist, für eine neue Zeit..
Alexander S. - 25. Apr, 21:15
ER : Wir müssen reden.
SIE: Was ist denn passiert ?
ER : Ich hoffte das könntest du mir vielleicht erklären.
SIE: Ich bin mir nicht sicher was du meinst.
ER : Meinst du nicht auch, daß wir etwas zu klären haben ?
SIE: Ich kann deine Gedanken nicht lesen.
ER : Schade.
SIE: Nun rück schon raus mit der Sprache !
ER : Ist schon gut, war nicht so wichtig..
SIE: Du kannst jetzt nicht einfach so gehen ! Ich kann dir nicht sagen was an diesem Abend passiert ist !
ER : Genau das meinte ich.
SIE: Und Jetzt ?
ER : Sollen wir etwa so tun als wäre nichts ?
SIE: Glaubst du denn, daß das funktionieren könnte ?
ER : Es könnte - aber vielleicht will ich es garnicht.
SIE: Und Jetzt ? Sag was !!
Alexander S. - 10. Apr, 22:22
Es könnte zur Abwechslung ja auch mal einfach - einfach sein. Warum hat es mich mal wieder erwischt - und ausgerechnet mit ihr ? Weil es zu hundert Prozent unvernünftig wäre ? Weil die Erfolgsaussichten so mikroskopisch sind ? Oder vielleicht gerade deshalb ? Seit Sonntag habe ich gerade mal zwei Zigaretten geraucht, und es ist mir erstaunlicherweise nicht schwer gefallen. Vermutlich hat das eine mit dem anderen zu tun. Da ich sowieso seit Sonntag versuche mit Vernunft gegen meine Gefühle anzukämpfen, kommt es auf einen "Trieb" mehr oder weniger nicht an.
ein paar Wochen zuvor:
Ich soll mein aktuelles Glücksempfinden auf einer Skala zwischen 1 und 10 einordnen. Seltsamerweise entscheide ich mich spontan für die 7. Ich kann es nicht begründen, denn ich lache zur Zeit nicht übermäßig viel, auch zwischenmenschlich würde ich mir etwas mehr "Action" wünschen - aber mir scheint es nicht wirklich schlecht zu gehen. Selbst eine nicht vorhandene fehlende feste Freundin zieht mich nicht runter. Theoretisch hätte ich mich wohl für die 5 entscheiden sollen.. Aber ich habe mich entschieden mich für überdurchschnittlich zufrieden zu halten. Ist dies nun endlich der Beweis dafür daß ich tatsächlich das Gute in allem sehe ? Oder ist dies der Beweis dafür daß Autosuggestion inzwischen auch erfolgreich unbewußt funktioniert ?
Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich mich heute spontan auf der 5 einordnen..
Alexander S. - 4. Apr, 22:25
Die Vergangenheit holt mich nicht ein. Ich kann noch so langsam fortschreiten, wieder und wieder zurückblicken, ich werde gehen gelassen. Nichts das mich aufhält. Zum 387ten Mal sitze ich also an diesem See und warte darauf daß sich eine Erinnerung aus der Jugend manifestiert. Vielleicht ein Bild davon wie wir damals am Lagerfeuer saßen, wie Funken aus der Glut emporstiegen, wie die Tannen vom Feuer von unten goldgelb beleuchtet, gegen den Sternenhimmel um die Wette strahlten, wie sie mir sagte daß sie ja garnicht wußte daß ich nicht romantisch bin. Nein, ich bin nicht romantisch, wenn ich es sein soll. Ich bin nicht romantisch wenn von mir erwartet wird daß sich mir beim Anblick von ein paar hundert Kerzen oder beim Anblick eines tieforangener Sonnenuntergang mein Herz wie von alleine öffnet.
Der See ist spiegelglatt und links von mir plätschert ein Bächlein vor sich hin. Die Vögel zwitschern, es ist Frühling. Die Sonne steht schon tief und es knackt leise im Unterholz. Als ich zur Seite schaue steht sie plötzlich neben mir. "Wartest du schon lange ?". Ich habe nicht gemerkt wie sie sich leise angeschlichen hat. Mein Blick war auf den See gerichtet - einmal diagonal aufs andere Seeufer. Weil dort führt der Weg hierher entlang, der direkte Weg.
Eine Waldameise kitzelt mich an der Nase und ich streife sie behutsam mit dem Zeigefinger davon. Ich lehne mich etwas nach vorne auf der Bank, die Ellbogen jetzt auf die Oberschenkel gestützt. So kann ich ihr in die Augen schauen als sie sich neben mich auf die Bank setzt. Sie schaut nach vorne, in die Ferne, auf die Stelle die auch ich vorhin im Blickfeld hatte. Dort wo man jeden Moment erwartet daß das nächste Menschlein auftaucht. Niemand kommt.
Sie schaut zu mir herüber - "Eigentlich nicht" antworte ich. Zumindest heute habe ich noch keine halbe Stunde hier gesessen. Oder meinte sie vielleicht etwas ganz anderes ? Sie hat mich total überrumpelt und ich überlege wie es nun weitergehen soll. Meinen fragenden Blick hat sie gesehen, es ist mir unangenehm daß sie mich so verunsichert. So kenne ich mich garnicht. Ich habe mich verändert in all den Jahren. Sie erkenne ich nicht. Sie hilft mir und macht den Anfang "Wie geht es dir ?". Oh Danke, mir gehts gut möchte ich schon sagen - oder och joo - so wie es mit Arbeitskollegen üblich ist, wenn man ein solala nicht direkt aussprechen möchte. Die Chance auf diese Frage zu antworten gibt es nur einmal, am Anfang der Unterhaltung, dann wenn es eigentlich viel zu früh ist um ins Eingemachte zu gehen. Ist es denn aufrichtig, nur der guten Stimmung zuliebe zu behaupten daß es mir gut geht ? "Mir gehts gut - jetzt wo du hier bist".
Eine Ente - macht sich lautstark bemerkbar. Ihre Flügelspitzen schlagen auf die Wasseroberfläche, in vielen kleinen Kreisen breiten sich die Wellen über dem See aus.
Mein Part wäre gewesen auch sie zu fragen wie es ihr denn geht. Eigentlich möchte ich diese Frage nicht jetzt stellen - weil es mich wirklich interessiert. Die Antwort auf die Begrüßungsfloskel kenne ich ja bereits - es ist immer das selbe. Trotzdem tue ich es "Und bei dir ? Alles gut ?". "Jetzt, wo ich hier bin..". Sie lächelt. Ich lehne mich wieder zurück und muß mich beherrschen daß mein Lächeln nicht zu einem unangemessen breiten Grinsen wird..
Alexander S. - 24. Mär, 23:22
Man muß nicht auf jede Frage eine Antwort haben, viel schwieriger ist es doch die richtigen Fragen zu finden. Fragen die einen weiterbringen..
Wie nebenbei stellt sie diese Fragen - auf die ich, erstmal, keine, Antworten habe. Ich habe mich dazu entschieden ihr nicht auf diese Fragen zu antworten - auch wenn ich es vielleicht gekonnt hätte. Wir haben nicht mehr darüber gesprochen denn ihre letzte Frage war die Entscheidende - es war nicht das, was ich wirklich wollte.
So hat sich unsere unbeschwerte Beziehung zueinander nicht verändert, und genau so bleibt es hoffentlich auch noch weitere 20 Jahre. So denke ich jetzt zumindest..
Alexander S. - 19. Mär, 23:23
... du fragst mich wie es mir denn so geht - schwierig zu beantworten wenn man sich zurückhalten will.. oder darf ich ???
Alex - was soll ich Dir zu der Zurückhaltung sagen ?!?
Daraus besteht grad mein Leben - LOL - Wenn auch nicht ganz freiwillig ;-)
Nein, jetzt mal Ernst...
Das ist ne schwierige Frage....
Wie fühlt es sich denn an ?
Kannst Du das sprechbar machen bei der Frau ?
Fühlst Du Dich wohl ?
Und ist es das was Du willst ???
Alexander S. - 19. Mär, 22:55
Technik die begeistert. Oder besser: Technik mit Suchtpotential. Da kauft man nichtsahnend einem Bekannten einen Sourround-Verstärker ab, und plötzlich ist es ein Fulltimejob passende Lautsprecher dafür zu finden. Erfahrungsberichte lesen, alte Lautsprecher aus der Gerümpelkammer auszuprobieren, verschiedene Kombinationen auszuprobieren - wieder alles umklemmen.. Und während ich gerade so in den Genuß ganz neuer Hörerlebnisse eintauche, muß ich lesen daß es mit dem Gehör eines Arbeitskollegen immer schlechter steht. Mit einem Tinnitus im Ohr ist für ihn das Rauschen am Meer ein Highlight - d.h. nicht das Rauschen der Brandung sondern das Rauschen des Windes an der Nordsee. Weil es den kleinen Mann im Ohr überdeckt..
Alexander S. - 4. Mär, 21:55
über Nacht. Das zweite mal in meinem Leben. Na glücklicherweise ist es wohl eher ein Streifschuß gewesen - inzwischen kann ich mich wieder einigermaßen bewegen. Gestern morgen noch habe ich ernsthaft im Bett darüber nachgedacht daheim zu bleiben - aber dann ist mir doch noch eingefallen daß diese Schonhaltung, sprich den ganzen Tag nur rumliegen, es ja noch schlimmer machen kann. Über den Tag auf der Arbeit wurde es dann aber schlimmer, und das obwohl ich überdurchschnittlich häufig einen Abstecher zur Kaffeemaschine machte. Bewegung allein scheint also nicht zu helfen. Abends dann die alte Sitzheizungsauflage fürs Auto ausgepackt und auf der Couch ausgebreitet. Nächster Schritt: Stromversorgung für das Teil. Bei dem Versuch das schwere Ladegerät aus der Gerümpelkammer zu hiefen konnte ich mir dann auch noch gleich einen zweiten Schuß abgeholen. Die Zweiquadratmeterkammer ist einfach zu voll. Die Regale bis oben hin voll"gemüllt" mit Elektroschrott, Werk- und Putzzeug, Dosenfutter und Backmischungen. Da sollte ich mich mal die nächsten Tage zum entrümpeln rangeben - ich konnte ja auch nicht ahnen daß ich mal an das unterste Regal, in dem das Ladegerät stand, heranmuß wenn ich bewegungstechnisch dermaßen eingeschränkt bin. Das improvisierte Heizkissen hat jedenfalls gute Dienste geleistet.
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Alexander S. - 25. Feb, 11:02